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Flutwelle in Nepal – Mehr als 1300 bestätigte Tote

Am 26. August 2026 bricht in Nepal auf 5.150 Metern eine Felswand ab und riss den Gletscher darüber mit. 110 Millionen Kubikmeter Fels und Eis stürzten 1.400 Meter in die Tiefe. Was unten ankam, war keine Lawine mehr, sondern eine Schuttflut mit 188 Kilometern pro Stunde. Sie löschte die Grenzanlagen, den Ort Timure und den Marktort Syabrubesi in einer Viertelstunde aus.

Mehr als 1.300 Menschen starben, mehr als 5.000 werden vermisst. In 21 Krankenhäusern liegen Leichen, die niemand identifizieren konnte, während Familien zwischen Klinik-Listen, Notunterkünften und Flussufern nach ihren Angehörigen suchen.

World Weather Attribution eine Untersuchung dazu veröffentlicht. Und die Forscher sind bemerkenswert vorsichtig: Sie haben ausdrücklich NICHT untersucht, ob diese Lawine ohne den Klimawandel ausgeblieben wäre. Die geologische Struktur des Bergs entschied, wo der Hang brach.

Was sie aber belegen können, ist der Untergrund, auf dem so etwas passiert. Juli und August sind dort durch menschlichen Einfluss rund 1,5 Grad wärmer geworden, das Jahresmittel rund 1,9 Grad. Die Region erwärmt sich anderthalbmal so schnell wie der globale Durchschnitt, die Wintermonate zwei- bis dreimal so schnell. Die Nullgradgrenze wandert pro Jahrzehnt 50 bis 100 Meter nach oben.

Das ist der Mechanismus: Eis in Felsspalten wirkt wie Klebstoff. Taut es, fällt der Halt weg. Der Gletscher daneben schrumpfte zwei Jahrhunderte lang um 0,5 Prozent im Jahr, seit 2010 sind es bis zu 2,3 Prozent. Schmelzwasser dringt tiefer ein und senkt die Reibung, die einen Hang hält.
Der Klimawandel hat diese Katastrophe nicht verursacht. Er hat den Berg über Jahrzehnte mürbe gemacht.

Quelle (Auszug): Cleanthinking