Wetterstörungen in Tunesien, Algerien und Marokko ab nächster Woche
Nach relativ ruhigem Wetter in den vergangenen Tagen mit milden Vorfrühlingstemperaturen werden meteorologische Störungen, begleitet von einem Temperaturrückgang, in Tunesien ab Mitte nächster Woche aufgrund eines atlantischen Tiefdrucksystems erwartet.
Der Experte Ameur Bahba präzisierte im Gespräch auf den Wellen von Diwan FM, dass dieses Tief mehrere Länder des Mittelmeerraums durchqueren dürfte, darunter Marokko, Algerien, Italien, Griechenland und Tunesien. Der Höhepunkt der Störungen wird für den kommenden Donnerstag und Freitag erwartet.
Den Prognosen zufolge werden die ersten Störungen die westlichen Regionen betreffen, insbesondere Béja, Le Kef, Kasserine und Gafsa, bevor sie sich schrittweise nach Osten und Nordosten ausdehnen, einschließlich Nabeul, Zaghouan und dem Großraum Tunis. Auch die Regionen des Zentrums und des Ostens sowie die Gouvernorate Tozeur, Kébili und Tataouine dürften betroffen sein.
Diese Wetterverschlechterung wird mit einem deutlichen Temperaturrückgang einhergehen, die von derzeit 20 bis 26 Grad auf etwa 17 bis 18 Grad in den meisten Regionen sinken dürften, mit Tiefstwerten von bis zu 10 Grad in den westlichen Höhenlagen. Diese Störungen werden eine Veränderung der Wetterbedingungen nach einer Phase relativer Stabilität markieren, die in den letzten Tagen beobachtet wurde.
VERHALTENSHINWEISE
Seien Sie vorsichtig und aufmerksam, wenn Sie sich unbedingt fortbewegen müssen. Informieren Sie sich über die Verkehrsbedingungen. Erleichtern Sie den Maschinen zur Räumung von Straßen und Autobahnen die Durchfahrt, insbesondere indem Sie Ihr Fahrzeug außerhalb der Fahrspuren parken. Berühren Sie unter keinen Umständen heruntergefallene elektrische Leitungen. Benutzen Sie zum Heizen keine Geräte, die nicht sicher und nicht für diesen Zweck bestimmt sind. Die Überquerung von Wadis abseits der dafür vorgesehenen Übergänge sollte vermieden werden, da jederzeit Springfluten die Wadis in reißende Ströme verwandeln können. Während und nach Regenfällen sollten keine Strommasten berührt werden, da auch Kriechströme durch Feuchtigkeit dem Menschen gefährlich werden können. Zudem sollten die beliebten Gruppenausflüge und Naturspaziergänge in den nächsten Tagen nicht durchgeführt werden.
Mögliche Folgen:
- Schäden im öffentlichen und privaten Umfeld (provisorische Bauten, Dächer, Landwirtschaft) können auftreten
- Behinderungen im Straßenverkehr durch eingeschränkte Sicht
- Behinderungen im Land-, See- und Lufttransport
- Keller und tief gelegene Orte können sehr schnell überflutet werden. Starker Regen in einem kurzen Zeitraum können lokal zu ungewöhnlichen Überschwemmungen von Bächen, Gräben und Flutkanälen (Wadis) führen.
Tipps zur Vorsorge:
- Gesundheitliche und geschwächte Personen: Bleiben Sie in Verbindung mit Ihrem Arzt und bleiben Sie nicht allein!
- Wenn Sie mit Elektrizität betriebene medizinische Hilfen (Atemgeräte u. ä.) nutzen, sollten Sie Vorkehrungen für den fortgesetzten Betrieb treffen.
- Treffen Sie Vorkehrungen zum Schutz Ihres Besitzes vor Wind und Wasser
- Meiden Sie unter allen Umständen fließendes Gewässer, ob zu Fuß oder mit Fahrzeugen! Fahrzeuge, selbst Allradfahrzeuge, können schon ab einer Wasserhöhe von 30 Zentimetern mitgerissen werden!
- Meiden Sie den Gang in den Keller während starker Regenfälle!
- Beschränken Sie Ihre Reisen! Teilen Sie bei unbedingt notwendigen Reisen Ihren Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern Abfahrt und Ziel ihrer Reise mit!
- Begrenzen sie ihre Geschwindigkeit auf Straßen und Autobahnen, insbesondere wenn sie Fahrzeuge oder Gespanne führen, die empfindlich auf die Auswirkungen der Niederschläge reagieren.
- Vermeiden Sie Aktivitäten an den Küsten und Stränden!
Wenn Sie eine Person in einer Krise bemerken, rufen Sie die Notfallnummern 190 oder 198 an.
Titelbild: Prognose für Donnerstag. 5. März 2026, 13 Uhr
Quelle: La Presse

