Höhepunkt der Hitzewelle überschritten – Temperaturen sinken spürbar ab 3. Sep 2026
Tunesien beginnt, den Höhepunkt der Hitzewelle zu überwinden, die das Land in den vergangenen Tagen geprägt hat. In den kommenden Tagen wird ein allmählicher Rückgang der Temperaturen erwartet, wobei ab Donnerstag, den 3. Sep 2026 ein deutlicherer Rückgang eintreten wird, wie den Prognosen des Nationalen Instituts für Meteorologie (INM) zu entnehmen ist.
In einer Erklärung gegenüber Mosaïque FM gab Ali Stouri vom INM an, dass das Land den Höhepunkt dieser Hitzewelle inzwischen überschritten habe, nachdem die Temperaturen mehrere Grad über die saisonalen Normalwerte gestiegen waren. Dieser Rückgang werde jedoch schrittweise erfolgen und nicht alle Regionen mit derselben Intensität betreffen.
Die Temperaturen dürften in Tabarka, Bizerte und am Cap Bon wieder Werte nahe den Normalwerten erreichen. In den anderen Regionen werden sie hingegen hoch bleiben, mit Höchstwerten zwischen 36 und 41°C in den Küstengebieten und den Höhenlagen.
Bis zu 47°C im Süden
Die Hitze wird in mehreren Regionen des Landesinneren und des Südens besonders stark bleiben. Die Temperaturen könnten in Kairouan 46°C und in Tozeur und Kébili 47°C erreichen, wobei der Chehili, also ein heißer und trockener Wind, weiterhin weht.
Aus meteorologischer Sicht wird der Himmel in den meisten Regionen teilweise bewölkt sein. Am Nachmittag werden die Wolken in den Höhenlagen des Westens und des Nordens allmählich dichter, wobei lokal Gewitterzellen auftreten können, die von schwachen, vereinzelten Niederschlägen begleitet sein können. Das Meer wird im Norden bewegt und an den übrigen Küsten wenig bewegt bis örtlich aufgewühlt sein.
Ein Rückgang um 1 bis 2 Grad pro Tag
Von Samstag bis Montag dürften die Wetterbedingungen am Nachmittag die Bildung von Gewitterzellen begünstigen. Diese Entwicklung wird mit einem allmählichen Rückgang der Temperaturen einhergehen, der auf 1 bis 2 Grad pro Tag geschätzt wird. Eine deutlichere Verbesserung wird jedoch ab dem 3. September 2026 erwartet, an dem die Temperaturen voraussichtlich spürbar sinken werden.
Diese Entwicklung dürfte die Hitzewelle allmählich beenden und die Rückkehr zu gemäßigteren Wetterbedingungen im gesamten Land begünstigen.
Die Regionen im Landesinneren und im Süden, in denen die Temperaturen in den kommenden Tagen weiterhin besonders hoch bleiben werden, dürften somit die letzten sein, die diese Verbesserung vollständig zu spüren bekommen.
Vorsichtsmaßnahmen bei Hitze
Fahrzeuge
Unter den herausgegebenen Anweisungen wird besonders auf Vorsichtsmaßnahmen in Fahrzeugen hingewiesen. Es wird dringend davon abgeraten, Gegenstände, die unter Hitzeeinwirkung explodieren können, wie Aerosole, Feuerzeuge, kohlensäurehaltige Getränke, Parfüms und Batterien von elektronischen Geräten, im Fahrzeug zu lassen. Es wird außerdem empfohlen, die Autofenster leicht geöffnet zu lassen, um die Luftzirkulation zu ermöglichen, die Kraftstofftanks nicht vollständig zu füllen und das Tanken vorzugsweise am Abend durchzuführen. Autofahrten sollten nach Möglichkeit am Morgen vermieden werden, da die Temperaturen zu dieser Zeit schnell ansteigen. Es wird auch empfohlen, die Reifen nicht zu stark aufzupumpen, insbesondere vor langen Fahrten, um das Risiko eines Reifenplatzers zu vermeiden.
Gefahr durch giftige Tiere
Die intensive Hitze könnte auch dazu führen, dass Schlangen und Skorpione massenhaft aus ihren Höhlen kriechen. Auf der Suche nach Kühle könnten sie in Häuser oder landwirtschaftliche Betriebe eindringen. Die Behörden rufen daher zur Vorsicht und zur sorgfältigen Überwachung der Umgebung von Häusern auf, insbesondere in ländlichen Gebieten.
Gesundheit
Aus gesundheitlicher Sicht empfiehlt der Zivilschutz, viel Wasser und Flüssigkeiten zu trinken, um das Risiko einer Dehydrierung oder eines Hitzschlags zu vermeiden. Direkte Sonne sollte gemieden werden. Stark gekühlte Getränke sollten während der heißesten Stunden des Tages vermieden werden, um einen Schock zu vermeiden.
Haus, Heizung, Klimageräte
Die Verwendung von Warmwasserbereitern sollte während dieser Zeit eingestellt werden, ebenso wie die direkte Sonneneinstrahlung auf Gasflaschen, die zu schweren Unfällen führen könnte. Es ist auch wichtig, elektrische Überlastungen zu vermeiden, indem Klimaanlagen nur in bewohnten Räumen verwendet werden, insbesondere während der Hitzeperioden zwischen 10 und 15 Uhr. In diesem Zeitraum wird dringend empfohlen, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Der Zivilschutz erinnert daran, dass die Notrufnummer 198 rund um die Uhr erreichbar ist, um einen Vorfall zu melden oder Hilfe anzufordern. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, die mit extremen Temperaturen verbundenen Risiken zu begrenzen und die Sicherheit aller während dieser Hitzewelle zu gewährleisten.
Quelle: INM

