This Day in History: 1737-05-18
Deutschland, Rastatt: Das Erdbeben am 18. Mai 1737 bei Rastatt war der Höhepunkt einer mehrwöchigen Erdbebenserie (Erdbebenschwarm) im Oberrheingraben. Mit einer geschätzten Magnitude von etwa 5,0 auf der Richterskala zählt es zu den historisch schwersten Erdbeben in dieser Region.
Das Hauptbeben ereignete sich am späten Abend des 18. Mai 1737. Historische Aufzeichnungen dokumentieren zwei heftige Hauptstöße gegen 21:45 Uhr und 23:45 Uhr. Die Erschütterungen führten im Raum Rastatt zu spürbaren Gebäudeschäden am Mauerwerk sowie zu Erdrutschen in der Umgebung.
Das Ereignis war kein Einzelbeben, sondern Teil eines über mehrere Wochen andauernden Erdbebenschwarms. Bereits am 11. Mai gab es heftige Vorbeben, die weite Teile Südwestdeutschlands und des Elsasses erschütterten. Die Stöße waren so massiv, dass sie im gesamten Umland wahrgenommen wurden. Auswertungen zeigen eine makroseismische Spürbarkeit von Straßburg und Landau über das gerade erst gegründete Karlsruhe (Intensität V–VI) bis hin nach Ulm und Basel.
Der Oberrheingraben ist bis heute eine der aktivsten seismischen Zonen in Deutschland, da sich hier die Erdkruste dehnt und tief sitzende Verwerfungen regelmäßig Spannungen abbauen.
